von Tobias Lehr - Donnerstag, 09. April 2009
Als Urgestein des amerikanischen Late Night Talks ist David Letterman bekannt. Und über das kürzliche Gespräch mit Joaquim Phoenix wurde schon viel berichtet. Dennoch, einfach ein Genuss !

von David Schmidt - Mittwoch, 11. März 2009
Dienstag ist Maischberger-Tag und so flimmerte gestern abend mal wieder eine illustre Runde von Köpfen über den Schirm. Röttgen von der CDU, Clement, der Keilspalter der SPD, nicht zu vergessen Wallraff und ein paar weitere. Es wurde über den aktuellen Arbeitsmarkt und am Ende über das viel diskutierte Grundeinkommen gesprochen. Wichtige Themen in kritischen Zeiten. Aber darauf will ich gar nicht groß eingehen. Da können sich andere hervortun.

Auch wenn ich wahrlich kein Fan von Herrn Clement bin, ein entscheidendes Argument kam aus seinem Munde. Wir müssen mehr in Bildung investieren. Meiner Ansicht, die einzig richtige und nachhaltige Lösung für unser gesamtstaatliches Problem. Weg mit den Stammtischparolen, dem dummen Eckkneipengeschwätz. Jeder darf eine Meinung haben, aber wenn dann doch bitte eine fundierte, sachdienliche und wissenschaftlich nachgewiesene. Mit falschen Aussagen polarisieren mag das eine sein, aber diese elende Populismus dem wir heutzutage immer häufiger begegnen, da hilft nur Bildung weiter.

Und wer jetzt denkt ich rede hier nur vom Subproletariat, der hat Recht. Aber, anders als viele denken, findet sich das heute nicht nur in Köln-Ossendorf, in München-Neuperlach, Frankfurt-Preungesheim und Berlin-Marzahn. Nein, heute haben selbst hohe Würdenträger Nachhilfe in Sachen Bildung nötig, so auch unser Bundesschäuble. Kann ihm mal bitte jemand eine Lektion Gemeinschaftskunde verpassen?

von David Schmidt - Freitag, 20. Februar 2009
Nun steht da also eine Riesenfläche mitten in Berlin zur Disposition. Der Flugbetrieb ist nach über 85 Jahren eingestellt, wo der Platz längst zu klein geworden ist und entsprechende Alternativen bereitstehen bzw. im Bau sind. Die Rede ist vom Berliner Flughafen Tempelhof: Ein gerade in Businesskreisen und unter Bundespolitikern liebgewonnener zentraler Abflugs- und Ankunftsort ist jetzt für den Flugverkehr gesperrt. Aus Kostengründen, wie könnte es anders sein - wahrscheinlich auch ein bißchen um dem Großflughafen BBI unter die Arme zu greifen.

Die Immobiliengeier kreisen über dem Gelände und versuchen Herr der Lage zu werden, in dem sie versuchen etliche Vorschläge dem Volk schmackhaft zu machen. Dabei ist die Rede von neuen Wohnbauprojekten und einer Erschließung der unbebauten Grünfläche als Parklandschaft. Als ob es nicht genügend leerstehende Wohnungen in allen Bezirken Berlins gäbe. Wieder andere wollen auf dem Gelände einen Vergnügungspark errichten. Eine Reinkarnation des Spreeparks möglicherweise.

Und wären wir nicht in Berlin würden wahrscheinlich schon die Bagger und Raupen auf dem Gelände stehen und Erdmaßen von der einen in die andere Ecke schaufeln. Dass die Stadtväter und Großunternehmer das einfach unter sich aus machen, wäre wohl in jeder anderen deutschen Stadt möglich. In Berlin - und darauf können wir wirklich stolz sein - gibt es das noch nicht. Die Leute stehen noch auf für ihre Ideale und Ideen. Es wird dafür gekämpft und sich eingebracht. Notfalls besetzt. Berliner stehen für ihre Sehnsüchte und Träume ein.

So ist es auch nicht verwunderlich dass mutige und vielleicht auch illusionäre Ideen teils großen Anklang finden. Wieso also nicht etwas Neues wagen? Wieso den Platz nicht für etwas nie da gewesenes nutzen? Berlin ist flach, in Teilen sehr flach. Aussicht, über die Stadt, hat man auf über 300 Metern vom Fernsehturm am Alexanderplatz. Jedoch verwehren einem dicke, getönte Glasscheiben und der Prunk der alten Tage eine freie Sicht auf die Dinge. Was Berlin fehlt ist ein Berg. Ein Wandergebiet im Sommer. Die schneeverhangene Piste im Winter. Eine Aussicht auf die größte und bewegendste Stadt Deutschlands, auf das neue europäische Aushängeschild. Als Neu-Berliner ist einem dieser Gedanke nicht fremd. Gerade die vielen Schwaben und Badener, die, wie man immer sagt in großer Anzahl in Berlin leben, wissen von was ich rede.

Und Berlin wäre nicht Berlin wenn sich für diese Idee keine Anhänger fände. The Berg, eine Arbeit von Jakob Tigges.

Der Erfinder sagt über seine Idee:
Das Resultat der Bergkampagne wäre eine real-existierende imaginäre Sehenswürdigkeit von hoher Anziehungskraft und großem Identifikationspotenzial. Tempelhof wäre im Bewusstsein nicht nur der Berliner. Die Leute würden in Scharen kommen, um den Berg nicht zu sehen.
In Zeiten wo Milliarden an Gelder für die Wiederauferstehung eines von niemand benötigtem Stadtschloß fließen, sollten sich Investoren überlegen ob sie nicht lieber in ein Monument investieren das weitaus länger Bestand und sicher auch Rückhalt in der Bevölkerung hätte. Berlin wäre um ein Attraktion reicher und Wowereit könnte sich zum König dieser neuen "Alpenrepublik" krönen lassen.

von Tobias Lehr - Donnerstag, 19. Februar 2009
Hausaufgaben sind zu erledigen, das Prinzip kennen wir seit unserem ersten Schultag. Wenn Late Night Talker Harald Schmidt persönlich diktiert sind Bleistifte zu spitzen und hinhören ist angesagt. 
Pünktlich zur heutigen Sendung, übrigens mit Gast Mike Krüger, der über sein Fluxus-Arte Povera-Neodada-Body Art-Performance-Projekt berichtet (bitte was? ... auch Google wusste nicht zu informieren), wird Aufgetragenes bedacht:

Was haben fundiert, fundamentiert und Fundamentalismus gemeinsam?

Neben den Anfangsbuchstaben *F* wohl wenig: Als Adjektiv, Verb und als Substantiv driftet der Sinngehalt doch weit auseinander - ein logischer Zusammenhang ist, in meinen Augen, nicht auszumachen? 

Oder doch?

von Tobias Lehr - Samstag, 14. Februar 2009
Wer sagt denn eigentlich, dass Freitag, der 13. Unglück bringt?

Der Volksglauben tuts! Auf christlicher Tradition beruht die Überzeugung, dass an diesen Tagen besonders viele Unglücke passieren. Untersuchungen haben ergeben, dass an einem Freitag, den 13. sich nicht mehr Unfälle ereignen als an einem Freitag, den 6. oder 20. beispielsweise! 

Pikanter Weise ist das "Unglücksdatum" Freitag, der 13. gar nicht so ungewöhnlich: Denn keine Kombination Wochentag (Freitag) und Datum (der 13.) ist in unserem Kalender häufiger vertreten, meint der Aachener Physikprofessor Heinrich Hemme - ausgenommen davon sind natürlich Donnerstag der 12. und Samstag, der 14. - also alle Kombinationen aus dieser Reihe.

Der Wochentag Freitag wird übrigens mit Unglück in Verbindung gebracht aufgrund der Überlieferung, dass Jesu an einem Freitag gestorben ist. Auch ist davon auszugehen, dass Adam und Eva am Freitag in den Apfel bissen. Und mit der Zahl 13 verbinden viele Menschen heute einfach Unglück und Gefahr! 

von Tobias Lehr - Dienstag, 10. Februar 2009
Man könnte meinen, in diesen Tagen gäbe es nichts zu Lachen und Hoffnungsschimmer im düsteren Februarwetter auszumachen sind schwierig: Täglich neue Hibosbotschaften aus Wirtschaftskreisen, bedenklich stimmende Nachrichten bezüglich Veränderungen im ökologischen System, etc., etc., etc. ... die Liste lässt sich beliebig weiter fortsetzen.

Im Folgenden schliessen wir uns nicht den populären Lobpreisungen einer ohnehin opportunistischen Medienlandschaft an und wollen nicht einer (wirklich bemerkenswerten) Figur huldigen - dies sei aber dennoch gesagt: Dieser Artikel macht Mut! Auch wenn ich die selbstlose Darstellungsweise etwas in Zweifel ziehe und sicher strategische Überlegungen Präsident Obama geleitet haben mögen - Würde und Respekt vor der Wahrnehmung seines Amtes, Verbundenheit und Transparenz Aufgaben anzugehen und, vor allem, als Zeichen an das Volk - diese Sensibilität und Ausgestaltung eines politischen Amtes ist ziemlich einmalig. Das Zeichen zählt. Respekt und Menschenwürde sind nicht nur Floskeln. Obama: Yes, you can!

von Tobias Lehr - Montag, 09. Februar 2009
Jedes Jahr wird der Titel Kulturhauptstadt Europas von einer, zeitweise auch von mehreren Städten geführt. Auf Empfehlung der EU Kommission ernennt der Rat die auserwählte Stadt, die im entsprechenden Jahr durch das Tragen des Titel erhöhte Aufmerksamkeit geniesst.

Der Landeshauptstadt von Oberösterreich, Linz, und mit etwa 190'000 Einwohnern drittgrössten Stadt im Alpenstaat wird 2009 diese Rolle zu teil - Veranstaltungen fokussieren den Zusammenhang zwischen Industrie, Kultur und Natur. Die Vergangenheit als Industriestadt sowie die konsequent, schon seit einiger Zeit anhaltende Ausrichtung der Stadt auf ökologisch orientierte Lebensqualität zeichen sich für diesen Themenschwerpunkt verantwortlich.

Der verliehene Titel, damit im Zusammenhang stehende Veranstaltungen sowie eine sich seit den 70er Jahren entwickelnde Kulturszene haben vor allem das das Ziel, mit LINZ09 die Aufmerksamkeit der europäischen Gesellschaft auf sich zu ziehen.

Linz09: Eine Reise wert in diesem Jahr!

von Tobias Lehr - Donnerstag, 05. Februar 2009
Regelmässigkeit impliziert Periodizität, ein Attribut, mit dem Fetti und Freunden eigentlich gerecht zu werden ist. Täglich weisen unzählige Nachrichten, Inputs und Erlebnisse auf Material hin, über den Dunstkreis des *Subproletariats* zu berichten! 
 
Der Blick auf Einträge der Vergangenheit lassen keine ansatzweise ableitbare und nachvollziehbare Regelmässigkeit erkennen. Fraglich ist daher, inwieweit Wiederholung und Regelmässigkeit verstanden wird um anzudeuten, dass der betreffende Vorgang einer Gesetzmäßigkeit unterworfen ist und sich immer in gleicher Art und Weise wiederholt - oder Unklarheit darüber hinterlässt, ob die Wiederholung zufällig oder im Sinne einer Regelmässigkeit auftritt ...

Erwähnenswert erscheint mir heute, einem Menschen zu würdigen und Aufmerksamkeit verschaffen, der es wie kein anderer versteht, verschiedenste Musikstile miteinander zu kombinieren. Woche für Woche. David Bassins Radio-Shows versprechen zwei Stunden Musikgenuss - seine FreeFall Sendung ist legendär! Zwei Stunden Future Jazz, R&B, Abtract & Big Beats broadcasted von KUSF San Francisco. Hört selbst mit Aufmerksamkeit hin!

Die Shows sind über die Website wie auch über den iTunes MusicStore verfügbar: http://www.freefallradio.com/

von David Schmidt - Sonntag, 09. März 2008
Braust grad mit ungeheurem Getöse ein A380 mit seinen vier Triebwerken hier über die Neustadt, so niedrig dass ich den Airbus-Schriftzug auf der Flosse lesen konnte. Sachen gibt's in Hamburg. War leider zu schnell für die Kamera...

von David Schmidt - Samstag, 29. Dezember 2007
Wax Audio inszeniert G.W. Bush in einem großartigen Song: God Is A Concept.
Ein Ausschnitt aus Freefall #381, David Bassin im Dezember 2007.